Mehr Bildung für nachhaltige Entwicklung

2024 wurden 24 Schulen als Zukunftsschulen im Norden Schleswig-Holsteins ausgezeichnet.
Am 6. Juni 2024 fand die Zertifizierungsveranstaltung der Zukunftsschulen von 9:30 Uhr bis 15:30 Uhr im Multimar Wattforum in Tönning statt. Im Rahmen der landesweiten Initiative Zukunftsschule.SH wurden 24 Schulen aus den Landkreisen Rendsburg-Eckernförde, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg als Zukunftsschulen in Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Alle Schulen hatten sich im Frühjahr 2024 erfolgreich beworben und wurden von den Kreisfachberaterinnen und -beratern für Bildung für nachhaltige Entwicklung zertifiziert.
Diese Veranstaltung findet alle zwei Jahr statt. Wir machten uns mit drei Schülerinnen und Schülern und unserer Schulsozialarbeiterin Ines Wollesen auf den Weg. Eingereicht hatten wir zuvor unsere nachhaltigen Projekte „Mein bärenstarkes Ich“, eine AG der Dritt- und Viertklässler, in der es um soziales Kompetenztraining und die Aufgaben als Streitschlichter geht. Außerdem wurde der Film zur Projektwoche aus dem Frühjahr 2022 „Woher kommt unsere Nahrung?“ zertifiziert. Die Vorstellung der Projekte anderer Schulen war inspirierend für Konzepte, die man auch gut an unserer Schule durchführen kann. Neben der eigentlichen Auszeichnung hatten wir Gelegenheit, an einem Workshop zur Solarenergie teilzunehmen. Insgesamt war es eine ausgesprochen lohnende Veranstaltung.
Levke Thomsen
Der Wald im Jahresverlauf
In der ersten Jahreshälfte 2024 ging es für unsere fünf Lerngruppen im März, im Mai und im Juli an jeweils einem Vormittag in den Nordschauwald. Zeigte sich der Wald bei unserem ersten Besuch noch kahl, nass und kalt, so wurde es doch mit jedem weiteren Besuch spürbar wärmer und grüner. Begleitet wurden wir an allen Tagen von der Natur- und Umweltpädagogin Solveig Trimpler, die unterschiedliche Schwerpunkte bei jedem Waldbesuch setzte.
Im März ging es vor allem um die Tiere des Waldes. Welche Tiere leben hier, wie haben sie den Winter verbracht und was fressen sie? Dazu wurden unterschiedliche Spiele gespielt und eine Schnitzecke lud dazu ein, kreativ zu sein.
Beim zweiten Besuch im Mai lernten wir die Pflanzen näher kennen, die wir auf dem Weg, am Waldrand und im Wald fanden. Neben den großen Pflanzen, den Bäumen (im Nordschauwald finden wir viele Buchen, aber auch Eichen und Nadelbäume, sowie am Waldrand Knickgewächse wie Holundern, Hasel, Schwarzdorn), ging es um die kleinen, teilweise unscheinbaren Gewächse. Wir bestimmten, was essbar ist und bereiteten einen Kräuterquark zu, der gemeinsam verspeist wurde. Natürlich kam auch das gemeinsame Spielen und Schnitzen wieder nicht zu kurz.
Im Juli stand im Vordergrund, den Wald einmal mit allen Sinnen wahrzunehmen.
So versuchten wir gleich zu Beginn, den Sehsinn einmal „auszuschalten“, um uns ganz aufs Fühlen oder Hören konzentrieren zu können. Wie fühlt sich ein Baum an, ohne dass ich ihn sehe? Wie riecht diese Pflanze? Welche Geräusche höre ich im Wald, die ich im Dorf vielleicht nicht hören kann?
Besondere Freude hatten die Kinder am Bau eines Fußfühlpfades. In Zweierteams suchten sie Dinge im Wald, die später auf einem Fußpfad erfühlt werden mussten.
Vielleicht lernte das ein oder andere Kind an diesem Tag, die Ruhe und Schönheit des Waldes und seinen Wert als Erholungs- und Spielort, aber auch als schützenswerten Lebensraum für die Tiere und Pflanzen, noch mehr zu schätzen.
Dazu gab es neben Bewegungsangeboten mit Slackline und Co und eine „Chill-Out-Zone“ mit Hängematten.
Die Durchführung unserer Waldtage war auch durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Bildung möglich, die das Tandemprojekt in den Eingangsklassen förderte und so die Kosten für diese drei Lerngruppen übernahm.
Zukunftsschule

Die Georg-Asmussen-Schule zählt seit 2009 zu den Zukunftsschulen des Landes Schleswig-Holstein. Dabei geht es darum, nachhaltiges Handeln im Schulalltag zu etablieren. Grundlage der Vorhaben sind die 2015 von den Vereinten Nationen beschlossenen 17 ZieIe, die auf eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung setzen. In jedem Schuljahr gibt es bei uns diverse fest etablierte Vorhaben (zum Beispiel unsere Klassenratsstunde „Düt un Dat“, die Natur-AG, … ) sowie Projekttage oder Einzelaktionen, die diese Ziel im Kleinen aufgreifen, damit daraus etwas Großes für unsere Schülerinnen und Schüler erwachsen kann.
Nähere Informationen finden sich unter Zukunftsschule - IQSH Fachportal (lernnetz.de)